Neues vom Beirat im Juni – Nachhaltigkeitsbotschafter, Inklusion und die Welt reparieren

Am 28. Juni trafen wir uns mit dem Beirat zum 2. Mal dieses Jahr. Interessant war vor allem das Thema Fusion von Good Growth als Beratungsmarke der Lust auf besser leben gGmbH und den gemeinnützigen Sparten Anlaufstelle für Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsbotschafter und Nachhaltigkeit in Quartiers- und Regionalentwicklung. Des Weiteren hat Labl ein neues Leitbild und Nachhaltigkeitsverständnis erarbeitet, welches auf der neuen Website zu sehen sein werden.

Wir berichteten vom Quartiersprojekt `Stadtraum statt Leerraum`(entstanden aus dem Visionsbüro des Stadtteilkonzeptes für Bornheim), welches Marlene vor Green City vorstellte, es gab großen Zuspruch. Im Kern ist das Anliegen dabei, die als Unorte wahrgenommenen, sichtbaren Orte des Wandels in Stadtteilen in ihrer Funktion umzukehren, und sie zu Laboren für Nachaltigkeit und Transformation umzugestalten – gemeinsam mit Zivilgesellschaft und Wirtschaft :-)

Barbara berichtete über die geplante Konferenz ‚Die Welt reparieren‘ zum Thema ‚Urbane Transformation im Hinblick auf die Agenda2030‘, die Lust auf besser leben mit dem Netzwerk Nachhaltigkeit lernen und dem Haus am Dom veranstalten wird.

Weiterhin ging es um das Projekt InkluJobs und die kostenfreie Kinderakademie am 13. Mai 2017 im Römer. 80 Kinder der 3. bis 7. Klasse beschäftigten sich mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise und wurden zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausgebildet.
Das Besondere der Akademie war: Kinder ermutigten gleichaltrige Kinder, sich zu engagieren. Sie schafften das, was Erwachsene oftmals nicht können, nämlich: Die Vermittlung von wichtigem Hintergrundwissen zur Klimakrise ohne Gähn-Faktor und die Erfahrung, wie viel Spaß es macht, selbst aktiv zu werden. Höhepunkt des Tages war eine Pflanzaktion im Rahmen des Frankfurter „Tag des Baumes“, bei der die Teilnehmer unter Anleitung der städtischen Forstleute selbst Bäume pflanzten. Am Ende der Akademie wurden die Kinder von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ernannt und tragen die Idee nun auf ihre ganz persönliche Weise in ihre Schulen, Familien und Gemeinden. Zur Vertiefung bekamen die Kinder aktuelle Informationen und Bücher, ein T-Shirt sowie Präsentationsmaterialien.
Die „Plant-for-the-Planet“-Akademie wurde vor Ort von den Frankfurter Schülern Moritz von Winning, Luis Neises und Mirko Vukovic mit Unterstützung der Lust auf besser leben gGmbH organisiert und durch das Engagement der Fraport AG ermöglicht. Die Schirmherrin, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, war sofort begeistert von so viel Engagement für den Klimaschutz der eigenen Heimatstadt.

Danach kamen wir zum Nachhaltogkeitsbotschafter VCH Hotels Spenerhaus, mit dem wir während der Aktionstage Nachhaltigkeit 2017 unter dem Motto #tatenfuermorgen aktiv waren: Vom 29. Mai bis 02. Juni 2017 gab es fünf Aktionen, um für das Thema Nachhaltigkeit auch über den alltäglichen Betrieb hinaus zu sensibilisieren.

Die Kampagne ‚Ich bin dabei: Plastikfrei!‘ läuft seit dem 7. Juni 2017 auf der Berger Straße. Die Idee: Ein Bücherschrank, nur für Taschen.
Der Gewerbeverein Bornheim Mitte, der sich seit rund zwei Jahren mit der Initiative ‚Lust auf Leben‘ für einen lebendigen, nachhaltigen Standort einsetzt, bündelte mit Unterstützung des Wirtschaftsdezernates und der FES sowie uns als lokale Anlaufstelle für Nachhaltigkeit die Kräfte vor Ort, sammelte die „Interessensgemeinschaft Untere Berger Straße“, Markthändler und aktive Bürger ein und es entstand: eine Art Bücherschrank, nur für Taschen.
Ziel war es, auch die Händler einzubinden, die noch nicht auf Plastiktüten verzichten können. Markthändler zum Beispiel haben Angst, dass dann die Kunden zum Nachbarstand abwandern. Und Papiertüten herauszugeben, ist entweder zu teuer oder nicht möglich für feuchte Lebensmittel.

Deshalb informieren nun alle, die mitmachen wollen, über Schilder die Kunden bezüglich des Bestrebens, auf Plastiktüten zu verzichten und bieten im besten Falle eine plastikfreie Alternative an, „unsere“ Berger Tasche. Ein Teil wird sogar auf der Berger Straße gefertigt, natürlich in Bio-Qualität.
Der eigentliche Clou: Die Taschenstationen. Kunden sollen sie zukünftig nutzen wie einen Bücherschrank, nur für Einkaufstaschen.
Die Kampagne geht vom 7. Juni bis zum 17. September 2017. Die Kampagne wird begleitet durch Veranstaltungen – wie dem Open Air Kino am 15. Juli, der Clean up Aktion der Berger Straße mit ffmtipptopp am 16. August und gipfelt zum Stadtteilfest am 17. September mit dem Plastikfrei-Dinner aus der Nachbarschaft.
Eine Umfrage bei den Händlern und Kunden wird herausfinden, ob die Kampagne zur Stärkung der Berger Straße beiträgt. Anschließend trifft sich die Gruppe zur Manöverkritik mit dem Ziel, ein weiteres Vorgehen zu besprechen und den Ansatz zu verbessern im Hinblick auf Skalierbarkeit oder neue Produkte wie Mehrwegbecher. Der Beirat empfahl die EInbindung der Kampagne #cleanffm der Stabsstelle Sauberes Frankfurt.

RENN.West ist das Regionale Netzwerk Nachhaltigkeitsstrategie, welches für Hessen zuständig ist (LINK). Das Netzwerk Nachhaltigkeit lernen ist in Frankfurt Partner für die Umsetzung und Förderung von BNE im Netzwerk. In bei diesen Netzwerken der Bildung für nachhaltige Entwicklung engagieren wir uns in unserer Rolle als Schnittstelle zu KMU und deren Engagement für nachhaltige Entwicklung. Zudem teilen wir auch auf diesem Wege unsere Methoden für effektive und effiziente partizipative Prozesse.

Der Workshop „Nachhaltigkeit im Sport“ fand am 6. Juni im Social Impact Lab statt. Daraus ergaben sich gute Kontakte mit der Idee, auch kleinen Vereinen nachhaltig Entwicklung, bspw. mit dem Selbstcheck, zu ermöglichen.

Das Botschafterprogramm sieht nun aus wie folgt: Botschafter verdeutlichen ihr Bekenntnis zu Nachhaltigkeit durch die Unterzeichnung der Charta für Nachhaltigkeit. Damit verpflichten sie sich zu einer nachhaltigen Entwicklung in ihrem Kerngeschäft.
Die unterzeichnete Charta kann von Botschaftern als Aufsteller im Laden ausgestellt werden, um mit Kunden ins Gespräch zu kommen.
Alle Unterzeichner der Charta für Nachhaltigkeit werden im Webguide als Botschafter gelistet und Verbraucher über ihre nachhaltigen Angebote informiert. Dringend muss der Selbstcheck online programmiert werden und leichter zugänglich für die Nutzer werden, sonst wird es nicht an die Masse kommen.

Last but not least begrüßten wir Max Weber aus dem Nachhaltigen Gewerbegebiet, angestellt im Frankfurter Energiereferat, für Paul Fay im Beirat.

Neues vom Beirat im März: SDG, regionale Entwicklung, Geschichten und Inklusion

Wir sind bekanntermaßen Freunde der transparenten Kommunikation bei Labl und möchten Euch auch unsere strategischen Prozesse betreffend auf dem Laufenden halten. Daher berichten wir an dieser Stelle nun drei Mal im Jahr nach unseren Beiratssitzungen über dies & das – vor allem über unsere Mission, Lust auf Nachhaltigkeit zu machen.

[1] Kennt Ihr den openSDGclub.berlin?  Der Rat für Nachhaltige Entwicklung möchte mit diesem Format eine inklusive Austausch- und Lernplattform für nicht-staatliche Akteure geschaffen. Der Club-Charakter ist soll die jeweiligen Akteure in ihren unterschiedlichen Kontexten für die allen gemeinsame Aufgabe, die Sustainable Development Goals (SDG) umzusetzen, zusammenbringen und damit offen sein für alle.

Wir wollen einen openSDGclub.FrankfurtRheinMain realisieren. Unsere Ausrichtung dabei ist die nachhaltige Regionalentwicklung entlang der Agenda2030 (SDG in Deutschland). Hierfür sind wir momentan in der Konzeptionsphase.

[2] Wir  machen viel Nachhaltigkeit. Zu viel? Das Thema ansich ist schon komplex, unsere Projekte und Methoden ebenso. Daher sind wir mit unserer Lieblingsagentur Esistfreitag dabei, unseren Markenkern zu schärfen. Damit Ihr versteht, was wir meinen, wenn wir von Lust auf besser leben reden <3

[3] Wir wollen Quartiere zum urbanen Labor umwandeln, in dem lokale Ökonomie, Bürger und Wissenschaft Transformationen entwickeln und testen, um zu erproben, wie nachhaltige Quartiere 2030 aussehen.  Etwas praktischer geht das bereits in Frankfurt-Bornheim. Dort geht es bald los mit der Kampagne ‘Ich bin dabei: Plastikfrei!’.

[4] SDG, SDG, SDG… Labl wird nicht müde, dafür Sorge zu tragen, dass die wirklich ganzheitliche und umfassende Agenda2030, verabschiedet von der UN, Realität wird. Daher sitzen wir am Konzept einer SDG-Konferenz zum Thema ‚Urbane Transformation im Hinblick auf die Agenda2030‘, die Labl im Rahmen des Netzwerkes Nachhaltigkeit lernen mitgestaltet. Die lokale Konferenz für Bildung für nachhaltige Entwicklung wird voraussichtlich am 2.Dezember stattfinden.

[5] Und als ob das nicht genug wäre, machen wir auch Storytelling als Tool für Organisationsentwicklung. What? Die Methode unterstützt Organisationen dabei, ihre Geschichte zu erzählen – und zwar mit all den Herausforderungen, zu denen Lösungen gefunden wurden, mit all den Höhen und Tiefen, die den Prozess veranschaulichen, der die betreffende Organisation zu dem Charakter gemacht hat, der sie ist. Das Tolle daran: Wir arbeiten daran, Trainer zu ‘trainieren’, die aufgrund ihrer Abreit mit verschiedenen Organisationen rund um den Globus die Methode implementieren können. Dezentral ist das neue Gut!

[6] Inklusion ist ein wichtiges Thema, um Nachhaltigeit in Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. InkluJobs versteht sich als Inkubator für Inklusion in Betrieben. Dabei machen wir Workshops und Beratung für Betriebe, die inklusiv arbeiten möchten. Meist arbeiten Inklusionsprojekte mit der Sicht der Betroffenen. InkluJobs geht in die Perspektive der Arbeitgeber, indem sie mit Peer-Beratern, Menschen mit Behinderung in Arbeit, in die Betriebe gehen und von ihrer Arbeit erzählen. So werden Begegnungen geschaffen. Teil 2 sind ‚Jobcarving Workshops‘ für die Entlastung nicht besetzter Stellen in Betrieben, die teilweise für Menschen mit einer Behinderung interessant sind. Das Projekt wird vom Sozialministerium gefördert.

Das war die Beiratssitzungam 01. März. Macht’s gut, Lust auf besser leben.