Earthlink e.V. prüft 566 „relevante“ Marken auf den Umgang mit Kinderarbeit

Kinderarbeit ist ohne Zweifel ein großes Problem. Immer wieder hört man Berichte von Kindern in Fabriken, die unter menschenunwürdigen Bedingungen ihres Arbeitsumfeldes leiden. Dabei arbeiten sie oft in/mit chemischen Dämpfen, ätzenden Flüssigkeiten und erleben dabei unverhältnismäßig hohe Belastungen und/oder Gewalt sowohl physisch als auch psychisch. Die Gründe dafür, dass Kinder arbeiten gehen, ähnlich sich weltweit: Kinderarbeit tritt meistens in Entwicklungsländern auf (trotz wirtschaftlichen Aufschwungs beispielsweise in Indien). Ihre Familien sind darauf angewiesen, dass so viele Personen wie möglich arbeiten gehen.

Die Kinder jedoch leiden in ihrer Entwicklung und haben so oft keine Chance auf ein besseres Leben, ihnen fehlen Zeit und Geld für Bildung. Was  in der Theorie sinnvoll klingt, ist in der Praxis oft realitätsfern: Die UN-Kinderrechtskonvention gibt es bereits seit 1990. Sie untersagt wirtschaftliche Ausbeutung von Kindern und gibt ihnen ein Recht auf Bildung – theoretisch.

Doch blicken wir nach Deutschland und unsere Wirtschafts- und Konsummuster. Es wirkt so, als würde Kinderarbeit verurteilt werden. Jedoch bleibt Fakt, dass wir immer wieder Berichte von Kinderarbeit in Textilfabriken, auf Plantagen und in Produktionsstätten von im Ausland produzierenden deutschen Firmen lesen oder hören, um sie direkt im Anschluss wieder zu verdrängen.
 
Gegen diese Amnesie und für Aufklärung will Earthlink e.V. sorgen. Der Verein bewertete 566 „relevante“ Unternehmen und ihren Umgang mit Kinderarbeit. Während eher für Nachhaltigkeit unbekannte Unternehmen mit der besten Bewertung abschneiden, weist Earthlink bei für Umweltschutz bekannten Unternehmen auf „leichte Mängel hin.  Wir sind sprachlos. Wie die Bewertung zustande kommt, ist nicht 100%-ig klar, denn sie basiert anscheinend auf Selbstaussagen der Unternehmen – dennoch ein lesenswerter und übersichtlicher Bericht: 

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