Schoko-Weihnachtsmänner sind selten nachhaltig!

Industrieverbände und einige Unternehmen verkünden gerne die frohe Botschaft, dass rund drei Viertel des in Deutschland verkauften Kakaos nachhaltig seien. Doch der größte Teil der Kakao anbauenden Familien in Westafrika lebt weiterhin in Armut, so das SÜDWIND Institut. In vielen Familien müssten Kinder mitarbeiten.

Verbände und Unternehmen sollten sich endlich einer ehrlichen Diskussion darüber stellen, dass Menschenrechte nur dann eingehalten werden können, wenn der Preis für Kakao existenzsichernde Einkommen ermöglicht.

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) behauptet weiterhin öffentlich, 77 Prozent der deutschen Kakaoimporte im Jahr 2020 seien nachhaltig erzeugt worden. „Echte Nachhaltigkeit würde jedoch heißen, dass Familien, die Kakao anbauen, davon menschenwürdig leben können. Die meisten von ihnen leben jedoch weit unter der Armutsgrenze, viele haben zeitweise Probleme, drei Mahlzeiten auf den Tisch zu stellen. Hinzu kommen häufig Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen, unsachgemäßer Umgang mit Pestiziden und viele weitere Probleme. Von Nachhaltigkeit kann noch lange nicht die Rede sein“, so Friedel Huetz-Adams, der seit Jahren die Entwicklungen im Kakaosektor untersucht.Mehr

 

– (Quelle: Umweltdialog)

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