Die Taschen-Tausch-Stationen für mehr Wiederverwendung im Alltag
Fast alle kennen es: Zuhause stapeln sich Stoffbeutel, Papiertüten und Einkaufstaschen – und trotzdem steht man beim spontanen Einkauf wieder ohne Tasche da. Genau hier setzt ReUseMe an.
An Taschen-Tausch-Stationen können Menschen saubere Einkaufstaschen abgeben oder kostenlos mitnehmen. So bleiben Taschen länger im Umlauf, Ressourcen werden geschont und Wiederverwendung wird dort sichtbar, wo sie passiert: mitten im Alltag.
Mit ReUseMe 3.0 entwickeln wir diese in Raum Frankfurt erprobte Idee weiter – von einer einfachen lokalen Lösung hin zu einer offenen, modularen und bundesweit nutzbaren ReUse-Plattform. Die neue Station ist 3D-druckbar, individualisierbar und als Open-Source-Lösung gedacht. Sie kann von Läden, Bibliotheken, Schulen, Verwaltungen, Unternehmen, Vereinen, Nachbarschaftsorten oder Maker:innen selbst gebaut, angepasst oder bei uns bestellt werden.
Vom Korb zur offenen ReUse-Plattform
ReUseMe 1.0
ReUseMe 2.0
ReUseMe 3.0
Was ReUseMe 3.0 besonders macht
Die neue Taschen-Tausch-Station ist mehr als ein Objekt. Sie ist Teil eines offenen Systems aus Design, Anleitung, Community, Karte und Mitmachstruktur.
Die Station kann als Wandlösung, Thekenaufsteller, Regalmodul oder freistehendes Element eingesetzt werden. Durch die modulare Bauweise lässt sie sich an unterschiedliche Orte anpassen, reparieren und erweitern. Wer Zugang zu 3D-Druck hat, kann die Station selbst herstellen. Wer keine technische Ausstattung hat, kann eine Station bei uns bestellen.
Druckdateien, Bauanleitungen und Gestaltungsvorlagen werden über www.taschenstation.de zugänglich gemacht. Auf der Online-Karte unter www.taschenstation.de/stationen werden Stationen, Maker:innen mit 3D-Drucker und weitere ReUse-Akteur:innen sichtbar. So können Menschen sehen, wo bereits etwas passiert – und wo noch Mitmachende gesucht werden.
Entwicklung mit der Community
Ein wichtiger Meilenstein war der ReUseMe-Hackathon im August 2025 im Lab3 in Damrstadt. Gemeinsam mit interdisziplinären Teams wurden neue Ideen für die Station entwickelt, getestet und weitergedacht.
Das Gewinnerkonzept „Die fleißigen Bienchen“ überzeugte mit einem modularen Wabensystem: flexibel, kostengünstig, 3D-druckbar und alltagstauglich. Auf dieser Grundlage entstanden erste Prototypen, die seit Januar 2026 getestet und weiterentwickelt werden.
Parallel baut Lust auf besser leben ein Netzwerk aus Standorten, Maker:innen, Kommunen, Unternehmen und ReUse-Akteur:innen auf. Denn ReUseMe soll nicht zentral „ausgerollt“, sondern lokal getragen werden.
Wirkung im Alltag
ReUseMe macht Ressourcenschutz sichtbar und niedrigschwellig. Jede weitergenutzte Tasche verlängert die Lebensdauer eines bereits produzierten Gegenstands. Das kann helfen, Rohstoffe, Energie, Transportaufwand und Abfall zu vermeiden.
Gleichzeitig wirken die Stationen als kleine Kommunikationsorte. Sie machen Kreislaufwirtschaft greifbar, regen Gespräche an und zeigen: Wiederverwendung muss nicht kompliziert sein. Manchmal beginnt sie mit einer Tasche.
Unser Ziel
Bis Ende Oktober 2026 sollen 50 Taschen-Tausch-Stationen bundesweit auf der Online-Karte sichtbar werden.
Gesucht werden Standorte (Stations-Pat:innen), Maker:innen, Kommunen, Unternehmen, Vereine, Schulen, Bibliotheken, Cafés, Läden und ReUse-Akteur:innen, die mitmachen möchten.
Ob selbst gebaut, lokal gedruckt oder bestellt: Jede Station bringt ReUse ein Stück näher in den Alltag.