„Nachhaltig einkaufen?!“ Kampagne für kurze Wege und nachhaltigen Konsum

Viele von uns wollen nachhaltiger einkaufen. Regale sind voll mit Produkten, Onlineshops bieten fast alles an. Hinter den meisten Angeboten stecken intransparente Rohstoff- und Lieferwege. Oft gibt es für ein Produkt viele Alternativen. Welche ist „nachhaltig“?

Wir starteten in Frankfurt die Kampagne „Nachhaltig einkaufen!?“ unter dem Motto „Mobilität beginnt im Kopf“. Es geht darum, Konsument*innen für die Rohstoff- und Lieferwege zu sensibilisieren, die hinter den Produkten stecken, die sie kaufen – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Fragen und Denkanstößen: Kaufe ich besser die Zahnbürste vom Drogeriemarkt nebenan oder die Bambuszahnbürste aus dem Onlineshop? Wie oft hat mein neues Shirt die Erde umrundet, bis es im Kleiderschrank landete? Was ist nachhaltiger?

Denn Mobilität umfasst mehr als die Entscheidung, wie wir von A nach B kommen. Sie ist mit unserem Konsumverhalten verbunden. Denn wir konsumieren überall – ohne dabei die Wege-Kilometer im Einkaufskorb durchblicken zu können.

Mobil im Kopf heißt, nicht nur die Kilometer, sondern auch unseren Blickwinkel zu betrachten. Denn die Antworten sind längst nicht so einfach, wie sie oft scheinen. Deshalb fragen wir nach.

Kampagnenablauf

  1. Wir organisierten gemeinsam mit dem reflecta.network zwei Flashmobs auf Frankfurter Einkaufsstraßen, um auf das Thema aufmerksam zu machen und Fragen zu stellen, die in den Stories aufgearbeitet wurden.
  2. Wir machten Workshops mit 40 Betrieben zu den Wegen ihrer Produkte.
  3. Wir stärkten durch Communitymanagement mit bestehenden Netzwerken, Schulen und Sozialpartnern das Bewusstein für das Thema.
  4. Wir entwickelten und kommunizierten  14 Hintergrundgeschichten:

Ein Tag – 14 Produkte – viele Fragen zu nachhaltigem Einkaufen, kurzen Wegen und Spannungsfeldern.

Du fragst Dich, wie Du die Welt ein kleines bisschen nachhaltiger machen kannst? Wir suchen Antworten…

Von 7.00 Uhr morgens bis zum ins Bett gehen nehmen  wir 14 Alltagsprodukte unter die Lupe und berichten wöchentlich darüber, welche Wege dahinter stecken… Nach zwei Flashmobs geht es nun weiter mit 14 Hintergrundgeschichten über Produkte, die uns im Alltag begleiten. Wir suchen Antworten auf Deine Fragen und interviewen 40 Händler*innen, recherchieren die Wege von 14 Produkten, die uns von der Zahnbürste nach dem Aufstehen über die Kaffeetasse bis hin zum Kino am Abend durch den Alltag begleiten. Daraus entwickeln wir informative Hintergrundgeschichten als Entscheidungsgrundlage zum „nachhaltigen“ Einkaufen. Diese werden wöchentlich vom 23. Februar bis Ende Mai hier veröffentlicht. Eine Reise durch den Alltag von jedermann*frau… Worum wird es gehen?

7:00. Uhr, der Wecker klingelt…

 
Aufstehen und und in den Tag starten. Erstmal ins Bad und Zähne putzen. Heute denke ich zum ersten Mal darüber nach, was für eine Zahnbürste ich eigentlich jeden Tag benutzte. Bald brauche ich sowieso eine Neue. Meine aktuelle Bambuszahnbürste ist bequem und nachhaltig, denke ich. Denn Bambus ist ein Gras, kein Baum. Es wächst sehr schnell, beim Fällen wird die Wurzel nicht beschädigt. Er wächst deshalb gut nach und speichert im Vergleich zu Bäumen viel CO2. Gut für den Klimaschutz, oder? Außerdem ist meine Zahnbürste biologisch abbaubar und ich produziere keinen Plastikmüll, im Gegensatz zu den herkömmlichen Zahnbürsten… Doch wo kommt die Zahnbürste eigentlich her? Wie weit ist sie gereist, um mir jeden Tag zur Mundhygiene zu verhelfen? Als ich nach dem Zähneputzen meine Brille aufsetze, überlege ich, ob es die wohl auch in nachhaltig gibt? Welche Wege stecken wohl hinter Glas und Gestell? Wir haben recherchiert und Händler interviewt – von dm-drogerie markt über SWAK…

Einblicke aus der Kampagne

Bildquellen

Anais Quiroga, Jennifer Traxler

Förderpartner

Netzwerkpartner

Themenwelten

Zeitraum

2018/2019

Unsere
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