Music im Team

Sag mir was du hörst und ich sag dir, wer du bist! | Team Insight von Lukas

Die (gute) Arbeit in einem Team bedarf so vieler Faktoren. Ein besonders wichtiger ist, bewiesenermaßen, die Diversität. Unterschiedliche Persönlichkeiten ergänzen sich im besten Falle, ermöglichen Kreativität und erweitern den Tellerrand. Gegenseitiges Verständnis für die Persönlichkeit der anderen sorgt für den konstruktiven Umgang mit Konfliktsituationen.

Ein wichtiges Instrument des Teambuildings sind sicherlich Persönlichkeitstests, die uns einen ersten Eindruck vermitteln, mit wem wir es zu tun haben, wem wir täglich im gemeinsamen vorankommen Vertrauen schenken und schließlich, was wir von dieser Person erwarten können.

Während die ersten Persönlichkeitstests nicht einmal 100 Jahre alt sind, dürften die ältesten Musikinstrumente um die 40.000 Jahre alt sein. Musik in Form von Gesang vermutlich sogar 150.000 Jahre.

Zur Entstehungsgeschichte von Musik gibt es unterschiedliche Theorien. Für mich jedoch einleuchtend, dass die Musik auch als ein Mittel entstand, die Bindung zwischen Mitgliedern einer Gruppe zu fördern und gemeinsame Gefühle auszudrücken oder zu erzeugen. Eine enge Bindung war in der Höhle schließlich überlebenswichtig.

Der Gedanke, dass musikalische Rituale wie gemeinsames Singen, Tanzen und rhythmisches Trommeln entstanden sind um den Zusammenhalt der Gruppe zu fördern (und anderen dabei zu zeigen „Wir halten zusammen, wir sind stark“) ist also gar nicht weit hergeholt. Die Beispiele dafür reihen sich schier endlos aneinander: Fangesang beim Fußball, religiöse Lieder im Gottesdienst, Marschmusik und Nationalhymnen.

Abseits der Partizipation in musikalischen Ritualen ist der Musikkonsum als solcher jedoch spätestens in den letzten 100 Jahren zunehmend individueller geworden und ist mittlerweile fester Bestandteil von Peer-Groups und starkes Identifikationsmerkmal.

Nicht nur die Musik die wir gemeinsam mit anderen oder persönlich „herstellen“ sagt unglaublich viel über uns aus, sondern auch die Musik, die wir tagtäglich in unterschiedlichen Situationen konsumieren.

Zu diesem Schluss kommen auch Forschende in der Studie „Musical preferences are linked to cognitive styles“. Hier wird ein Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften und dem Musikgeschmack hergestellt.

Und auch Musikpsychologe David Greenberg von der Universität Cambridge konnte diese Zusammenhänge bestätigen. Er sagt: „The idea that music is solely entertainment, or even just a pure aesthetic experience, is very misguided. Music is a form of language. It’s a part of human evolution, and it’s deeply embedded into our brains.“.

Möchten wir unser Gegenüber also wirklich kennenlernen, verrät uns deren und dessen Spotify Playlist vermutlich mehr als jeder Persönlichkeitstest. Ganz Nebenbei, dass selbe würde ich auch über den Blick auf den privaten Schreibtisch der und des anderen sagen. Wenn ihr mal einen Deep Dive in die musikalischen Vorlieben nach Persönlichkeitstyp unternehmen wollt, seid ihr mit dieser umfangreichen Auswertung gut aufgehoben.

Jedenfalls machte im Teammeeting den Vorschlag einen Slack-Channel für das Teilen von Musik ins Leben zu rufen: #playlist ist der subtile Deepdive in die Persönlichkeiten des Teams.

Seit dem 29. November 2023 stellen wir unregelmäßig und ohne Zwang Musik in den Channel – Alle? Nein. Und darum geht es auch gar nicht. Während sich unsere Kommunikation im Team fast ausschließlich um Projekte und „die Arbeit“ dreht, ist #playlist auch ein Ruheraum. Ein Ort, um die Gedanken schweifen zu lassen, für Inspirationen und für ein Gespräch ohne eigene Worte.

 

Bis bald

Euer Lukas

 

Foto von Eric Nopanen auf Unsplash

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