Fachreihe zu BGM und Klimaschutz

Wie können kleine und mittelständische Unternehmen Gesundheit und Klimaschutz im Arbeitsalltag gemeinsam voranbringen? Lust auf besser leben konzipierte und realisierte dazu gemeinsam mit Schirrmacher Gesundheitsmanagement eine digitale Fachreihe für das MASTD Rheinland-Pfalz. Eine Bedarfsbefragung, fünf Fachforen und eine Zukunftskonferenz vermittelten konkrete Ansätze für gesundes und zugleich klimaschonendes Arbeiten. Die Ergebnisse stehen zusätzlich in einem praxisorientierten Klimaschutz-Werkzeugkasten für BGM-Verantwortliche zum Download bereit.

Klimaschutz und Gesundheit gemeinsam angehen

Der Klimaschutz-Werkzeugkasten richtet sich an Verantwortliche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Er bündelt praxisnahe Maßnahmen für gesunde und klimafreundliche Arbeitsplätze – von Hitzeschutz, Mobilität und Ernährung bis zu Organisationsentwicklung, Kommunikation und Partnerschaften.

Ausgangslage

Betriebliches Gesundheitsmanagement und Klimaschutz werden in Unternehmen häufig getrennt voneinander bearbeitet. Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlen jedoch oft personelle Ressourcen, spezialisiertes Wissen und ausreichend Zeit, um beide Handlungsfelder systematisch miteinander zu verbinden.

Eine digitale Befragung zu Beginn des Projekts bestätigte den Unterstützungsbedarf: Von 58 Befragten gaben 60 Prozent an, noch keine klimaschonenden personenbezogenen BGM-Maßnahmen umzusetzen. Bei organisatorischen Maßnahmen waren es 72 Prozent, bei technischen Maßnahmen 93 Prozent. Gleichzeitig bestand großes Interesse an Themen wie New Work, nachhaltiger Mobilität, Arbeitssicherheit, klimafreundlichen Veranstaltungen und betrieblicher Verpflegung.

Ziel

Das Projekt sollte Verantwortliche in kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei unterstützen, Klimaschutz und Gesundheit gemeinsam zu betrachten und in betriebliche Abläufe zu integrieren. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Lösungen, die auch mit begrenzten zeitlichen, finanziellen und personellen Ressourcen umsetzbar sind.

Zugleich sollte die Fachreihe den Austausch zwischen Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden, öffentlicher Hand und weiteren Unterstützungsorganisationen stärken.

Vorgehen und Leistungen

Lust auf besser leben und Schirrmacher Gesundheitsmanagement starteten mit einer digitalen Bedarfsbefragung. Die Ergebnisse flossen in die Arbeit eines Projektbeirats und in die Konzeption der Veranstaltungsreihe ein.

Anschließend entstanden fünf digitale Fachforen zu folgenden Themen:

  • New Work, Klimaschutz und Gesundheit
  • nachhaltige Mobilität der Mitarbeitenden
  • Klimaschutz bei BGM-Veranstaltungen und Unterweisungen
  • gesunde und klimafreundliche betriebliche Verpflegung
  • Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Prozesse


Die Fachforen kombinierten wissenschaftliche Einordnungen, Praxisbeispiele und den Austausch in Arbeitsgruppen. Lust auf besser leben übernahm dabei unter anderem die inhaltliche Konzeption, Moderation, organisatorische Vorbereitung, Kommunikation und Dokumentation.

Den Abschluss bildete die digitale Zukunftskonferenz „Gesundes und klimafreundliches Arbeiten“. Keynotes, eine Podiumsdiskussion und ein digitaler Markt der Möglichkeiten bündelten die Erkenntnisse der Fachreihe und stellten konkrete Unterstützungsangebote für Unternehmen vor.

Aus den Ergebnissen der Fachforen entwickelte Lust auf besser leben zudem einen digitalen Klimaschutz-Werkzeugkasten für BGM-Verantwortliche. Er enthält konkrete Maßnahmen für die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung sowie Führung und Organisationsentwicklung.

Aus den Erkenntnissen der Fachforen entwickelte Lust auf besser leben den „Klimaschutz-Werkzeugkasten für Verantwortliche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)“. Er bereitet konkrete Handlungsmöglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen auf und zeigt, wie sich Klimaschutz mit Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbinden lässt.

Der Werkzeugkasten gliedert sich in drei Handlungsfelder:

  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
  • Gesundheitsförderung,
  • Organisationsentwicklung, Kommunikation und Partnerschaften.


Darin finden BGM-Verantwortliche unter anderem Anregungen zu klimafreundlichen Arbeitsplätzen, Abfallvermeidung, Hitzeschutz, nachhaltiger Mobilität und Ernährung, psychischer Gesundheit, Prozessgestaltung, interner Kommunikation sowie Netzwerken und Kooperationen.

Ergebnisse und Wirkung

In den fünf Fachforen wurden insgesamt 302 Teilnahmen dokumentiert. An der abschließenden Zukunftskonferenz nahmen 106 Personen teil.

Zu den zentralen Projektergebnissen gehören:

  • fünf dokumentierte digitale Fachforen,
  • eine digitale Zukunftskonferenz,
  • der Klimaschutz-Werkzeugkasten für BGM-Verantwortliche,
  • aufbereitete Veranstaltungsdokumentationen und Präsentationen,
  • Inhalte für die Projektwebseite des MASTD,
  • eine Übersicht über Beratungs- und Unterstützungsangebote für KMU.


Mit dem Werkzeugkasten stehen die Erkenntnisse der Veranstaltungsreihe über das Projektende hinaus zur Verfügung. Die Publikation übersetzt die diskutierten Ansätze in konkrete betriebliche Handlungsoptionen und unterstützt insbesondere KMU dabei, passende erste Schritte auszuwählen.

Im Auftrag von:

Themenwelten

Zeitraum

2024 – 2025

Unsere
eingebrachten
Fähigkeiten

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