Für die „Initiative klimaGastronomie“ begleiteten wir gemeinsam mit Lena Iyigün von der Initiative Gastronomie Frankfurt drei unterschiedliche Frankfurter Gastronomiebetriebe bei der Erstellung ihrer Standort-Klimabilanz für das Jahr 2022. Auf Basis der Ergebnisse entwickelten wir einen Leitfaden, der anderen Gastronomiebetrieben konkrete Erkenntnisse und Ansatzpunkte für mehr Klimaschutz im eigenen Betrieb zugänglich macht.
Ausgangslage
Für Gastronomiebetriebe ist häufig schwer einzuschätzen, an welchen Stellen im Betriebsalltag besonders viele Treibhausgasemissionen entstehen und wo entsprechend wirksame Ansatzpunkte für Klimaschutz liegen. Die „Initiative klimaGastronomie“ setzte deshalb bei drei unterschiedlichen Betriebstypen an: einem Apfelweinrestaurant, einem Speiserestaurant und einem Nachbarschaftscafé.
Durch die Auswahl verschiedener gastronomischer Konzepte sollten Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar und Erkenntnisse gewonnen werden, die sich auch für weitere Gastronomiebetriebe nutzen lassen.
Ziel des Projekts war es, für die drei teilnehmenden Betriebe belastbare Standort-Klimabilanzen zu erstellen und zentrale Emissionsquellen zu identifizieren. Die Ergebnisse sollten zugleich so aufbereitet werden, dass weitere Gastronomiebetriebe daraus Orientierung für eigene Klimaschutzmaßnahmen gewinnen können.
Ziel
Ziel des Projekts war es, für die drei teilnehmenden Betriebe belastbare Standort-Klimabilanzen zu erstellen und zentrale Emissionsquellen zu identifizieren. Die Ergebnisse sollten zugleich so aufbereitet werden, dass weitere Gastronomiebetriebe daraus Orientierung für eigene Klimaschutzmaßnahmen gewinnen können.
Vorgehen und Leistungen
Über einen Zeitraum von sechs Monaten sammelten und strukturierten wir gemeinsam mit den Betrieben die erforderlichen Daten. Mithilfe des Klimarechners „Ecocockpit“ der Landesenergieagentur Hessen überführten wir diese in detaillierte CO2e-Bilanzen. Für einzelne Emissionsfaktoren ergänzten wir die Berechnungen durch Recherchen in anerkannten Datenbanken und Forschungsberichten.
Anschließend interpretierten wir die Ergebnisse gemeinsam und arbeiteten zentrale Handlungsfelder heraus. Die Erkenntnisse aus den drei Klimabilanzen bildeten die Grundlage für einen praxisorientierten Leitfaden zum Klimaschutz in der Gastronomie.
Ergebnisse und Wirkung
Für alle drei Gastronomiebetriebe entstanden Standort-Klimabilanzen für das Jahr 2022. Eine zentrale projektbezogene Erkenntnis war, dass die eingesetzten Lebensmittel bei allen drei untersuchten Betriebstypen den größten Anteil an den betrachteten CO2e-Emissionen verursachten. Damit rückte insbesondere das Einkaufsverhalten als wichtiger Ansatzpunkt für Emissionsminderungen in den Fokus, beispielsweise durch einen fleischärmeren und stärker regional ausgerichteten Einkauf.
Die Ergebnisse wurden in einem öffentlich zugänglichen Leitfaden aufbereitet. Damit stellen die beteiligten Gastronomiebetriebe ihre Erfahrungen und Bilanzierungsergebnisse auch anderen Betrieben als Orientierung zur Verfügung.
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