Project Description

Lust auf Leben – Mein Sommer in Bornheim

Mit acht Aktionen zu den Themen „Grün, Genuss und Bewegung“ ging unser Projekt „Lust auf Leben – Mein Sommer in Bornheim“ im Juli 2016 für neun Wochen in Frankfurt Bornheim an den Start. Damit setzten die Initiatoren und engagierte Bürger beispielhaft um, was in der Bürgerumfrage der vergangenen Monate gewünscht worden war.

  • Start bildete am 17. Juli das Leerstandswandeln in Bornheim: Bürgerideen für ungenutzte Räume. Es kamen knapp 20 Teilnehmer zum Sonntagsspaziergang und wandelten anschließend entlang der Berger Straße die Leerstände ab. An fünf Leerständen wurden Plakate angebracht und viele Ideen zur Frage „Was soll vorübergehend und dauerhaft hier hin?“ aufgeschrieben. Nicht nur die Teilnehmer der Aktion, auch Passanten waren an der Aktion interessiert, beteiligten sich und schrieben ihre Wünsche auf: Indoor-Spielplatz, Kochhaus, Kunstsupermarkt, Radio TV Service, Unverpackt-Laden, Repair-Café, Second Hand Mode, Hofladen, Fahrradgeschäft, Tierbedarf, Musikladen waren einige der Vorschläge.
  • Der Nachbarschafts-Treff mit Pflanzentauschbörse an der Oase an der Kirchnerschule am 31. Juli war zwar nicht stark besucht, doch einige Bürger kamen, um Pflanzen zu tauschen. Kinder pflanzten zusammen mit dem Frankfurter Garten Salate, und fast alle an der Aktion Beteiligten aßen köstliche vegane Muffins.
  • Ein Hit war das erste „Bernemer Open Air Kino“ am 6. August 2016. „Lust auf Leben – Mein Sommer in Bornheim“ präsentierte zusammen mit Reflecta e.V. den Dokumentarfilm „THE HUMAN SCALE“. Der Film zeigt, wie sich Metropolen weltweit entwickeln können: mit Oasen und öffentlichen Räumen, Orten, Plätzen, Gärten. Den Film auf diesem öffentlichen Platz sahen annähernd 300 Menschen, nachdem der benachbarte Dönerladen und die umliegenden Cafés weitere Stühle zur Verfügung stellten. Viele von ihnen wünschten sich eine Wiederholung, auch gemeinsam den öffentlichen Raum zu erobern und zu nutzen.
  • Am Sonntag, den 14. August, bot der Gemeinschaftstag gemeinsam mit den Partnern vom Frankfurter Garten einen Platz zum Selbermachen und Verköstigen auf dem Kinderfest der Bernemer Kerb. Dort konnten Kinder und Erwachsene aus heimischen Kräutern Grüne Soße herstellen und essen. Die Partner dieser Aktion begleiteten und informierten über Zutaten, Herkunft und fairen Handel und standen für praktische Tipps zur Verfügung. Mit Gemüse-Lollies und Grüner Soße aus heimischen Kräutern lud das Projekt so 300 Besucher ein, Nachhaltigkeit zu schmecken.
  • Dass Plastik ein globales Problem darstellt, wissen viele. Bei „Ich bin dabei: Plastikfrei!“ am 20. August machten auf dem Bornheimer Wochenmarkt 14 Marktstände und sieben Einzelhändler auf das Thema Plastik aufmerksam. Gemeinsam mit den Organisatoren von „Mein Sommer in Bornheim“ ermutigten sie zu Plastik- und Müllreduzierung. Gemeinsam als Stadtteil bot „Lust auf Leben – Mein Sommer in Bornheim“bMarktbesuchern an, mitgebrachte Stofftaschen mit der Aufschrift »Bornheim ist, was Du draus machst« bedrucken zu lassen. Bornheimer Verbraucher gestalteten somit aktiv Plastikverzicht.
  • Am 28. August gab es eine öffentliche Klima-Kochaktion mit der Integrationslotsin und Köchin von der SG Bornheim grün-weiss und dem Kinder- und Familienzentrum Mukiva. Unterstützt wurde das Klimakochen von der Gärtnerei Bärengarten und vom Dottenfelderhof. Die Aktion zeigte, dass gesund und klimagerecht auch mit internationaler Küche machbar sind. Gemeinsam wurde geschnippelt und gegessen. Parallel dazu war in Bornheim noch mehr über saisonale, vegane und vegetarische Gerichte im Gange. „Klima schonen schmeckt ziemlich gut“ stand auf den Aufstellern, die Gäste einiger Gastronomiebetriebe auf den Tischen fanden und über klimafreundliches Essen informierten. Klimagerechte Speisen wurden an diesem Tag in sieben Restaurants angeboten, ein Zeichen für’s Klima.
  • Am 3. September gab es die erste „Bernemer Open Air Sportsparty“ mit der Turngemeinde Bornheim 1860 e.V. und Calisthenics Frankfurt. Morgens ging es los mit einfachen, rhythmischen Bewegungen, die den Körper nur durch das eigene Gewicht hervorragend trainieren. Sanftes Yoga, Rückenfitness und „Dance Surprise“, Zumba und Calisthenics: Die Menschen waren begeistert, scheuten sich jedoch, alle Sportangebote mitzumachen.

Das Projekt wurde von Marlene Haas und ihrem Team im Rahmen ihrer Firma KULTpour umgesetzt und von der Innenstadtoffensive „Ab in die Mitte!“ des Hessischen Umweltministeriums ausgezeichnet, da sich  die Lust auf besser leben gGmbH damals noch im Aufbau befand.

Jahr

2016